Todesfall/Bestattung im Ausland

Todesfall im Ausland

Wenn eine österreichische Staatsbürgerin/ein österreichischer Staatsbürger im Ausland verstirbt, entspricht es den internationalen Gepflogenheiten, dass die Behörden des jeweiligen Landes den Todesfall an die österreichische Vertretungsbehörde (Botschaft bzw. Konsulat) melden, welche die Verständigung der nächststehenden Angehörigen/des nächststehenden Angehörigen in die Wege leitet.

Die Überführung der Verstorbenen/des Verstorbenen muss von einem Bestattungsunternehmen vor Ort in Zusammenarbeit mit einem Bestattungsunternehmen in Österreich durchgeführt werden. Falls ein Versicherungsschutz gegeben ist, übernimmt üblicherweise der Reiseveranstalter oder das Versicherungsunternehmen die Koordination der Überführung und Deckung der Überführungskosten. Sollte kein Versicherungsschutz bestehen, können auf Wunsch das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und die örtlich zuständige österreichische Vetretungsbehörde bei der Koordination behilflich sein.

ACHTUNG
Eine Leichenüberführung aus dem Ausland ist mit sehr hohen Kosten verbunden und ist nur möglich, wenn sichergestellt ist, dass diese Kosten gedeckt sind. Eine vor Reiseantritt abzuschließende Reiseversicherung beinhaltet meist auch die Deckung von Überführungskosten im Todesfall. Bitte informieren Sie sich bei den Versicherungsanbietern. Ist kein Versicherungsschutz gegeben, müssen die Angehörigen für die Überführungskosten aufkommen. Sie können diese Aufwendungen aber später unter Umständen im Verlassenschaftsverfahren geltend machen.

Sollte sich niemand bereit erklären, die Kosten der Überführung zu übernehmen, oder keine Angehörigen ausfindig gemacht werden können, wird die Verstorbene/der Verstorbene normalerweise vor Ort beigesetzt (Armenbegräbnis oder normales Begräbnis).

Weitere Schritte, etwa die Ausstellung der Sterbeurkunde oder gegebenenfalls die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zur Feststellung der Todesursache, werden von den dafür zuständigen Behörden des jeweiligen Staates veranlasst. Sie müssen auch nicht – wie bei einem Todesfall in Österreich – eine Anzeige des Todesfalls beim Standesamt machen, es muss lediglich die Bestattung in Österreich organisiert werden.

HINWEIS
Bestattungsart und -ort richten sich in der Regel nach dem Willen der Verstorbenen/des Verstorbenen. Liegt keine entsprechende Willenserklärung vor, können die nächsten Angehörigen darüber entscheiden. Allerdings ist in manchen Ländern aus religiösen Gründen die Einäscherung mit anschließender Urnenüberführung nicht möglich. Aus manchen Ländern kann wiederum keine Sargüberführung vorgenommen werden.

Bestattung im Ausland

Bei einem Todesfall in Österreich ist eine Bestattung grundsätzlich auch im Ausland möglich, beispielsweise wenn es der Wunsch der Verstorbenen/des Verstorbenen ist. Zunächst ist eine Anzeige des Todesfalls beim Standesamt erforderlich.

Die Überführung muss von einem Bestattungsunternehmen durchgeführt werden. Zur Überführung der Verstorbenen/des Verstorbenen ins Ausland ist ein mehrsprachiger Leichenpass notwendig. Nähere Informationen dazu finden sich im Kapitel "Ausstellung einer Überführungsbewilligung/eines Leichenpasses".

ACHTUNG
Eine Überführung ins Ausland kann unter Umständen mit erheblichen Kosten verbunden sein. Ihr Bestattungsunternehmen berät Sie gerne.
Stand: 01.03.2014
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
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Quelle: HELP.gv.at

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